Singlespeed – eine Lebenseinstellung

Ich hatte ja kürzlich schon mal einen Post verfasst, der sich meinem Singlespeeder widmete. Um das Thema mal ein bisschen aus dem Randgruppendasein raus zu holen, greife ich das heute noch einmal auf.

Was ist eigentlich ein Singlespeeder?
In meinem Fall ist es ein Retro-Mountainbike, das eigentlich recht modern ausgestattet ist – halt nur ohne Gangschaltung.
Der Rahmen ist von ´94 und ist ein „Image Pro“ von ParkPre (kennt heute keiner mehr).

Ohne Gangschaltung? Was soll das?
Entstanden ist die Singlespeeder-Bewegung in der Kurierfahrer-Szene. Das Motto dort ist: alles, was nicht am Bike dran ist, kann nicht kaputt gehen.

Und warum macht man sowas?
Gute Frage! Mit einem normalen MTB von heute gibt es – von der Alpenüberquerung mal abgesehen – keine echte Herausforderung mehr. Fast jeder Berg lässt sich mit einem der 30 Gänge wegschalten. Zudem bin ich der Meinung, dass das ständige Schalten ein Stück weit den Spass am Biken raubt. Ständig macht man sich Gedanken, ob man auch den richtigen Gang drin hat, ob die Trittfrequenz optimal ist und und und.
Der Singlespeeder lässt Dich das Radfahren wieder so erleben, wie es sein sollte: ursprünglich. Ein Berg ist ein Berg. Du stellst Dich in die Pedale und ziehst wie ein Ochse am Lenker um schließlich mit 180er Puls oben anzukommen. Das gute Gefühl, es dem inneren Schweinehund mal wieder so richtig besorgt zu haben, wenn Du oben angekommen bist, ist kaum zu beschreiben. Ebenso das Gesicht der Cannondale-Poser, die Du überholst 😉
Man könnte sagen, dass der Singlespeeder sowas wie in Alu geschweißte Meditation ist 🙂

Oder auf den Punkt gebracht: warum fährst Du Singlespeed? Weil ich es kann!

Mein Singlespeeder und ich…

Diejenigen unter Euch, die meinen Twitter-Account verfolgen wissen, dass ich gerade wieder in Ostfriesland in Urlaub war. Zu Ostfriesland verbindet mich eine lange Liebe und ich nehme so oft es geht mein Rad mit dorthin.

Mein meistgenutztes Rad ist mein Singlespeeder und genau darum soll es in diesem Post hier gehen.

Was ist ein Singlespeeder?
In meinem Fall ist es ein „normales“ Retro-Mountainbike – halt nur ohne Gangschaltung. Es gibt also nur einen Gang.
Das Ganze ist unter amerikanischen Kurierfahrern entstanden. Diese nutzen das Rad um Geld zu verdienen und jede Minute, die sie mit Pflege oder Einstellarbeiten beschäftigt sind, können sie nicht für Auftraggeber fahren.
Allerdings nutzen Radkuriere meist 28-Zoll-Räder.

Diese „Welle“ ist von den Radkurieren irgendwann auf ein paar Retro-MTB-Fans und letztlich auch zu uns nach Deutschland gesprungen.

In einem nächsten Post will ich mal versuchen, Euch das Singlespeedern näher zu bringen 😉

Bis dahin habe ich hier mal ein paar Impressionen…